Clay Blond… wie man es nicht macht.

Clay Blond

Social Media liebt Effekte. Und momentan liebt es ganz besonders eine Sache:

Menschen, die den Kopf nach hinten klappen und sich Blondierung wie zähflüssigen Zement über den Kopf gießen lassen. Ein bisschen durchwischen, etwas Hin-und-Her-Geschmatze – fertig ist der vermeintliche Wow-Look…Zumindest im Video.

Diese Technik glänz vielleicht im Internet, aber im echten Leben scheiterst Du gnadenlos

Klar, auf dem Screen sieht das Ganze spektakulär aus. Die Masse glänzt, die Kameralinse tanzt, und der Algorithmus jubelt. Direkter Weg zum Cover! 

Die Realität hingegen?

Ein Rauswuchs wie ein Zebrastreifen, ungleichmäßige Aufhellung und ein Ergebnis, das im Alltag kaum tragfähig ist. Von dem verschwenderischen Produktverbrauch ganz zu schweigen: Die Hälfte der Blondierung landet im Handtuch, auf dem Boden oder fließt gemächlich Richtung Ohrläppchen. Nachhaltig? Auf keinen Fall.

Und genau das ist der Kern des Problems:

Alles ist mehr: Mehr Show als Technik, mehr Konsistenz als Konzept, mehr Blondierung auf dem Boden als im Haar. Wer’s optisch feiert: Herzlichen Glückwunsch, der hat zu viel Geld und keine Ahnung. Wer sich nach vier Wochen über unruhige Übergänge und fleckige Strukturen ärgert: Mein Beileid.

Der Clay-Blondierungs-Trend ist nicht neu

Clay-Produkte (Ton-basierte, dicke Blondierungen) wurden ursprünglich entwickelt, um Freihandtechniken wie Balayage kontrollierter zu gestalten. Also für Stylist*innen, die wissen, wie Produktmenge, Abteilungstechnik und Temperaturverhalten mit harmonieren.

Was in professionellen Händen anders läuft

Eine fachgerechte Blondierung – ob klassisch, Clay oder High-End-Technik – beinhaltet:

1. Analyse des Ausgangshaares: Porosität, Vorbehandlungen, Naturtonhöhe, Farbhistorie. Ohne Analyse: Casino.

2. Präzise Abteilungen: Damit Aufhellung gleichmäßig verläuft und Übergänge harmonisch werden.

3. Kontrolle über Produktmenge & Konsistenz: Profis wissen, wo Clay Sinn macht und wo nicht.

4. Exakte Einwirkzeit & ständige Überprüfung: Eine Blondierung entwickelt sich – und muss beobachtet werden. Das macht kein Liegestuhl und kein Handytrick.

5. Schonende Nachbehandlung & Toning: Damit das Ergebnis nicht nur hell ist, sondern auch schön. Professionelle Aufhellungen leben von Technik, Wissen und Erfahrung – nicht von spektakulären Kamerawinkeln und viralen Effekten.

professionelles Blond

ALSO: Mach’s nicht wie im Video – mach’s richtig

Wenn du ernsthaft ein schönes, gesundes und nachhaltiges Blond willst, dann solltest du Trends nicht einfach blind kopieren und dir eine Blondierung über den Kopf gießen, sondern dir jemanden suchen, der weiß, was er tut.

Social Media zeigt dir Effekte. Profis liefern dir Ergebnisse.

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So habe ich mir das nicht vorgestellt – das zahle ich nicht!

Es gibt diese magischen Momente im Friseursalon: Man sitzt da, die Umhänge um den Hals geknotet wie eine royale Schärpe, voller Hoffnung, dass man den Laden als eine Mischung aus Laufsteg-Model und Renaissance-Gemälde verlässt. Der Friseur nickt verständnisvoll, der Kunde strahlt erwartungsvoll – was soll da schon schiefgehen? Nun ja.

„Ich hätte gern einen stufigen Schnitt, aber ohne, dass die Haare an den Enden dünner wirken.“ 

Das ist in etwa so, als würde man im Restaurant sagen: „Ich hätte gern ein Medium Steak, aber bitte durch.“
Stufig bedeutet: kürzere Haare oben, längere unten. Und was passiert, wenn man Haare verkürzt und anhebt? Genau: Die Längen wirken dünner. Das ist kein überraschender Plot-Twist, das ist Frisör 1×1.
Der Friseur macht also genau das, was beauftragt wurde. Er schneidet Stufen. Professionell. Präzise. Fachlich korrekt. Und der Kunde? „Oh. Das sind also… Stufen?“ Ja. Ja, das sind sie. Überraschung.

„Ich will Curtain Bangs! Aber nicht so fransig…“ 

Curtain Bangs sind fransig. Das ist literally ihr ganzer Charakter. Curtain Bangs ohne weiche, ausgedünnte Kanten wären einfach: ein zu lang geratener Pony. Oder zwei traurige Haarlappen seitlich im Gesicht.
Der Friseur weiß das. Der Kunde oft nicht. Und wenn das Ergebnis dann genauso aussieht, wie es aussehen muss, aber nicht so wie der Kunde es sich in seiner romantisierten TikTok-Vorstellung ausgemalt hat – tja. Das ist kein Fehler. Das ist Realität vs. Pinterest.

„Die Haarfarbe gefällt mir irgendwie nicht…“

Farben sind tricky. Jeder, der jemals versucht hat, eine Wand „Vanillecreme“ zu streichen und am Ende „Schock-Entenbaby-Gelb“ bekommen hat, weiß das. Der Friseur mischt professionell, beachtet Pigmente, Ausgangshaarfarbe und Struktur.

Was er nicht beeinflussen kann: Die Lichtverhältnisse im Wohnzimmer des Kunden.  Die Meinung des Partners („Ich mochte das alte lieber.“). Das plötzliche Erkenntnis-Blitzgewitter, dass man mit Kupfer vielleicht doch nicht die innere Boho-Göttin, sondern eher Tante Erna mit Henna-Hobby verkörpert.

Aber ist das die Schuld des Friseurs?
Kann man den sich dann weigern, den Preis zu zahlen oder hat das Recht sich über diesen aufzuregen?

Nein.

Der hat exakt geliefert, was bestellt wurde. Warum sollte der Friseur dann nicht völlig zurecht den vollen Preis berechnen? Weil ein Friseur kein Hellseher ist. Weil ein Friseur auch keine Photoshop-KI am Kopf des Kunden installieren kann.

Weil ein Friseur handwerklich arbeitet – und wenn er das tut, was beauftragt wurde, hat er seine Leistung erbracht.

Du zahlst ja auch die Pizza, selbst wenn du plötzlich keine Lust mehr auf Salami hast;  die Taxifahrt, selbst wenn du im Auto merkst, dass du doch lieber woanders hin wolltest oder die Maßanfertigung, selbst wenn du erkennst, dass Beige vielleicht doch nicht deine Farbe ist.

Warum also sollte ausgerechnet der Friseur gratis arbeiten oder sich entschuldigen, nur weil der Kunde seine eigenen Styling-Fantasien falsch eingeschätzt hat?

Die Wahrheit ist simpel

Ein Friseur schuldet fachgerechte Ausführung, nicht die Umsetzung eines Instagram-Filters in der Realität.
Der Friseur hat seine Arbeit gemacht. Der Kunde hat seine Entscheidung getroffen.

Und wenn beides nicht zusammenpasst – ist das peinlich für die Entscheidung, nicht für den Friseur.

Also ja: Es ist absolut in Ordnung, dass der Friseur die komplette Leistung berechnet.

Denn professionelle Arbeit bleibt professionelle Arbeit – auch wenn der Kunde am Ende sagt:

„Ich wollte es genauso – aber anders.“

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Sei ein Wellenreiter – Wie nicht nur Teenie-Jungs zum Style-Helden werden

Dauerwelle, wie pflege ich sie richtig?

Hey, ihr coolen Typen da draußen! Es gibt ein Haarstyling-Phänomen, das nicht nur die Jugendlichen feiern, sondern auch gestandene Männer und das zu Recht: die Dauerwelle oder Permanentumformung. Schwimmt ihr auch auf dieser Welle, solltet ihr einige Dinge beachten, damit euer Swag länger hält.

Warum eine Dauerwelle?

Wir reden hier nicht über die Minipli von Oma oder die Rudi Völler Gedächtnisfrisur. Es geht um die süße Wuschelmähne oder den gelockten Oberkopf mit rasierten Seiten. Der Style, der in jeder Lebenslage, zum Beispiel beim Sport, im Office oder lässigen Absteigen vom Roller cool aussieht und alle eure Bewegungen mitmacht.

Pflege für die Dauerwelle: So bleibt’s cool

Jetzt fragt ihr euch sicher, wie bleibt die Welle auch nach dem Friseur-Preis-Superstar-Tag am Laufen? Hier sind einige Tipps, wie ihr sicherstellt, dass eure Frisur nicht aussieht, als hättet ihr in eine Steckdose gegriffen:

1. Waschen ist nicht gleich waschen!

Denkt daran, dass eine permanente Umformung ein chemischer Prozess ist und  die Haare auf spezielle Weise verändern. Den Lockentraum solltet ihr in den ersten 48 Stunden einfach unangetastet geniessen und danach ein sulfatfreies Shampoo, das sanft und pflegend ist, benutzen. Und nicht zu viel Waschaction: künstliche Locken wollen keine Daily Soap. 

2. Feuchtigkeit, Baby!

Nichts hält eine Welle länger als Feuchtigkeit. Achtet darauf, regelmäßig einen guten Conditioner zu verwenden – denkt an die Haar-Hydration-Mission! Ein Leave-in-Conditioner kann dem Haar extra Glanz und Geschmeidigkeit verleihen. Man Care ist sexy!

3. Blow dry it – aber mit Stil!

Wenn ihr eure Wellen nachbearbeiten wollt, verwendet einen Diffusor. Dies hilft, die Wellen zu definieren, ohne die Struktur eurer neuen Dauerwelle zu ruinieren. Danach könnt ihr die warmen Sommerbrisen genießen, ohne euch um plattes Haar zu sorgen!

4. Stylingprodukte für die coolen Wellen

Verwendet Haarcremes oder leichte Schäume, um die Wellen zu definieren. Achtet darauf, nicht zu viel Produkt zu verwenden, sonst seht ihr aus wie ein Salat mit einer Überdosis Dressing. Wer will schon einen schmierigen Typen?

5. Bürsten geht gar nicht!

Mit gedämpften Wellen solltet ihr zu einem breitzinkigen Kamm greifen oder die Händebenutzen, anstatt zu bürsten. Leichte Knoten? Zieht nicht daran! Das stresst die Locken wie ein nerviger Elternteil.

Ob Beach-Boy-Vibe oder Lederjacken-Look – lasst die Wellen locker und unordentlich, als ob ihr gerade aus dem Ozean geholt wurdet. Diese gepflegten Locken kann jeder tragen und sie adeln einfach jedes Outfit.

Mit der richtigen Pflege setzt ihr eure Welle und damit euch perfekt in Szene – Lässigkeit in Reinkultur. 

Hier darf Man(N) mal eine Welle machen! Euer Profi hilft euch sicher dabei.